Kurzgeschichten

„An meinen werten Erzeuger“ – Teil 5

-X- 02. 10. 1357. Erttag.   Am späten Nachmittag schmeckte Runna einen vertrauten Duft auf der Zunge. Der Schankraum der Wirtschaft »Hier herrscht ein Rauer Ton« konnte noch so vollgestopft und die Luft von noch so vielen Geschmäckern erfüllt sein; eine Lizari würde er überall herausschmecken. Seiner Siebtgeschlüpften erging es genauso, denn sie hatte kaum… Weiterlesen „An meinen werten Erzeuger“ – Teil 5

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Kurzgeschichten

„An meinen werten Erzeuger“ – Teil 4

-X- 30. 09. 1357. Rihtetag.   In den folgenden Tagen brütete Runna in seiner freien Zeit über einer Abschrift der Gesetze, die er sich kurz vor seinem Fortgang angefertigt hatte. Damals hatte er peinlich genau auf jede Kleinigkeit geachtet, die es ihm erlaubte, möglichst gar nicht mehr zurückzukehren. Zu Hause hatten sie ihn eingeengt, heute waren… Weiterlesen „An meinen werten Erzeuger“ – Teil 4

Kurzgeschichten

„An meinen werten Erzeuger“ – Teil 3

-X- 26. 09. 1357. Mondetag.   In der Dämmerung konnte Runna zunächst nur die Silhouette einer recht großen Person ausmachen, die vor dem Portal des Schulgebäudes stand und auf etwas … oder jemanden … zu warten schien. Erst im Näherkommen erkannte er den kahlen Schädel und die lange Schnauze einer Angehörigen seines Volkes. Dem Geschmack nach… Weiterlesen „An meinen werten Erzeuger“ – Teil 3

Kurzgeschichten

„An meinen werten Erzeuger“ – Teil 2

-X- 26. 09. 1357. Mondetag.   Als Runna sich Stunden später auf den Weg zu seinem Kollegen begab, knirschte er noch immer mit den Zähnen. Um die Zeit zu überbrücken und das Brodeln in seinem Innern ein wenig abzumildern, hatte er Sebasta Norwics neuesten Bericht über die Frostigen Zähne im äußersten Westen von Tyra zur Hand… Weiterlesen „An meinen werten Erzeuger“ – Teil 2

Kurzgeschichten

„An meinen werten Erzeuger“ – Teil 1

-X- 26. 09. 1357. Mondetag. Ungewöhnlich war der Brief schon. Dennoch dachte sich Runna Hartinger zunächst nichts dabei, dass sein Nachname fehlte. Den hatte er sich nämlich erst angeeignet, nachdem er seiner Heimat den Rücken kehrte. Weil es bei den Säugern eher unüblich war, sich außerhalb des familiären oder freundschaftlichen Rahmens mit Vornamen anzusprechen. Umgangsformen,… Weiterlesen „An meinen werten Erzeuger“ – Teil 1

Asexualität

Ohne Anschluss (II)

  Ohne Anschluss   Ich sitz dabei - was reden die? Ich sitz dabei - ich komm nicht mit. Ich sitz dabei - hab keine Lust auf diese Themen, geh besser heim.   Bleib für mich allein und wundre mich.   ♠♠♠♠   Poetische Gedanken zum Thema von Teil I, entstanden am 22-04-2018.   Bis… Weiterlesen Ohne Anschluss (II)

Asexualität

Ohne Anschluss (I)

Früh fielen ihm schon Unterschiede zu den Mitschülern auf. „Ich hatte nie dieses sexuelle Erwachen, das die meisten in ihrer Pubertät haben.“ Gespräche über Sex oder Mädchen haben ihn nie besonders angesprochen. – Quelle: https://www.ksta.de/30041702 ©2018 Diese Zeilen aus dem bis auf den unnötigen und nicht zutreffenden Vergleich mit Sheldon Cooper gar nicht so schlechten Interview mit einem AktivistA-Vorstandsmitglied in… Weiterlesen Ohne Anschluss (I)

Asexualität

Welchen Beitrag kann ich leisten?

Die Asexual Awareness Week (22. - 28. 10. 2017) [1] ist zwei Tage alt und noch habe ich keinen aktiven Beitrag dazu geleistet. Oder doch? Lasst mich kurz darüber nachdenken ... Im Laufe des vergangenen Jahres hatte ich: -mein inneres Coming Out, gleichzeitig ein Coming Out gegenüber einem gutem Freund, der anwesend war. Es war der… Weiterlesen Welchen Beitrag kann ich leisten?

Asexualität

Wer darf eigentlich in der Öffentlichkeit über (die eigene) Asexualität sprechen und wer entscheidet darüber?

Diese Frage stellte sich mir jüngst, nachdem ich mich auf eine Interviewanfrage gemeldet habe, in der es darum ging, dass Asexuelle über ihre Entwicklung berichten, wann und wie sie den Begriff „Asexualität“ für sich fanden und was Intimität für sie bedeutet. Und vor allem, wie sie Intimität in einer Liebesbeziehung leben, wenn die gesellschaftliche Erwartungshaltung… Weiterlesen Wer darf eigentlich in der Öffentlichkeit über (die eigene) Asexualität sprechen und wer entscheidet darüber?

Vielfalt

Wenn Diskriminierung sich nicht so schimpfen darf.

Im Grunde gleicht der derzeitige Grabenkampf, über den mittlerweile sogar die streng katholischen Ir*innen[1] hinweg sind, demjenigen, an dessen Ende die vorläufige Aussetzung der Wehrpflicht stand, nicht unähnlich. Waren zunächst beide Seiten diskriminiert, nämlich die Männer, denen keine wirkliche Wahl blieb, selbst nach Einführung des Zivildienstes noch, und ebenso die Frauen, denen der Eintritt in… Weiterlesen Wenn Diskriminierung sich nicht so schimpfen darf.